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Veranstaltungskalender zum Internationalen Lion Feuchtwanger-Jahr
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Michael Lentz

© Jürg Steinmetz
© Jürg Steinmetz

Schriftsteller

- 1964 in Düren geboren
- Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Aachen und München
- 1998 Promotion mit einer Arbeit über Lautpoesie/-musik nach 1945.
- Autor, Musiker (Sprecher, Saxophonist) und Vortragskünstler, Schüler des Komponisten Josef Anton Riedl, seit 1989 in dessen Ensemble. Präsident der Freien Akademie der Künste zu Leipzig.
- Heute: lebt in Berlin

Buchveröffentlichungen

- Neue Anagramme, Wien 1998 (TB Frankfurt am Main 2003)
- Oder. Prosa, Wien 1998 (TB Frankfurt am Main 2003)
- Lautpoesie / -musik nach 1945. Eine kritisch-dokumentarische Bestandsaufnahme. Wien 2000 (2 Bände)
- Il était une fois ... Es war einmal, Wien 2001
- Ende gut. Sprechakte (Buch mit CD), Wien 2001
- Muttersterben. Prosa, Frankfurt am Main 2002 (TB Frankfurt am Main 2004)
- Aller Ding. Gedichte, Frankfurt am Main 2003
- Liebeserklärung. Roman, Frankfurt am Main 2003
- Klangzeichen 1: Bob Cobbing: VerbiVisiVoco. Collected Poems 1942-2002 (Hg., Buch mit CD), Wien 2003
- Klangzeichen 2: Franz Mon: Freiflug für Fangfragen. 106 Alphabetgedichte mit 26 Versalcollagen und eine CD mit Lauttexten (Hg., Buch mit CD), Wien 2004
- Jahrbuch der Lyrik 2005 (Hg., zusammen mit Christoph Buchwald), München 2004

DVD

"Mensch Lyrik!" Gespräch mit Herbert Grönemeyer (55'), auf: Herbert Grönemeyer Mensch live! DVD, 2004

Text-Sound-Stücke für verschiedene Besetzung, uraufgeführt unter anderen bei Donaueschinger Musiktage und Klang-Aktionen, Neue Musik München.

Hörspiele (Auswahl)

- "ABSPRACHE. 5 Sprechakte", B2, 4.10.1995
- "Muttersterben", B2, 2002
- "Tell me - Erzähle!", ORF Kunstradio, 5.12.2004
- "EXIT", B2, 23.05.2005

Textprobe:

Die Welt will von Ihnen wissen

Mir geht es gut. Das Leben ist angefüllt. Aber womit? Dieser Idiot Hitler lehrt uns, ganz schlichte Gefühle zu haben. Hass. Schickt sich das? Ich darf mir sagen, dass ich daran keinen Mangel leide. Ist das nicht Verschwendung? Bevormundung ist das, Zweckentfremdung unserer selbst. Hitler, das ist der Unmögliche, der Untaugliche, Rachsüchtige, hundertmal Gescheiterte und Abgewiesene. und das alles erklärt es nicht. Insgesamt macht es diesen armen Kerl nur interessant. Ich muss es gestehen, dieser Dauer-Asylist, den es so tobend umhertreibt, dieses Rumpelstilzchen fasziniert mich. Als ich das zum ersten Mal an mir bemerkte, dass ich sein Gebaren, sein Rasen und Aufstampfen mit Interesse verfolge als die Auswüchse eines Umherirrenden, einer wenn auch viertklassigen Künstlernatur, beschämte es mich zutiefst. Ich halte plötzlich das Gefühl, das Haus nicht mehr verlassen, keinem Menschen mehr unter die Augen treten zu können. Ich gestehe es frei, ich bewundere ihn angewidert. Aber schafft Bewunderung ihn ab? Sie baut ihn auf, sie lässt ihn die Welt erobern. Ich sehe ihn vor mir, wie er sich zum Himmel reckt, einen Meter über dem Boden will er schweben. Ein verhunzter, heruntergekommener Wagnerismus ist das. Es ist die Bewunderung für ein Kind, damit dieses sich wieder artig benimmt. Man sagt ihm, ja, Kleiner, das hast du fein gemacht, jetzt beruhige dich wieder. Der Hysteriker beruhigt sich aber nicht. Er wird im Gegenteil immer hysterischer. Bewunderung feuert ihn an, ihm ist nichts genug, hat er doch bereits errungene Erfolge vergessen und wird Erfolge bald gar nicht mehr als solche wahrnehmen.

lmmer wieder neu muss er sich beweisen, das ist die Krankheit der Liebe. Eine Liebe des Primitiven allerdings, die alle Beifall klatschenden Anbeter nur als gesichtslose Masse wahrnimmt. Wen beten sie an? Wissen sie's? Kennen sie den, der da so gestentriefende Reden schwingt und bei diesen Reden so langsam ins Rollen kommt? Zum Gassenhauer wandelt sich dann die Fratze mit einstudierten Konvulsionen. Man sollte ihn einmal nackt zeigen, ihn, der was redet von »hart wie Kruppstahl«. Er ist ein Staudamm, und jetzt bricht er. Die Entdeckung des Unbewussten ist Hitlers großes Schreckgespenst.

Die Benennung seiner Neurosen ließe ihn wieder am Daumen lutschen. Hitler ist, mit einem Wort, ein Genie des totalen Tiefstands. Und wenn alles nur gespielt wäre? Wenn sein Wagnerismus so toll wäre, ein Theater von weltumfassenden Ausmaßen zu inszenieren? Hieße das, ihn gewähren lassen können, wie er nur wolle? Weil es Kunst ist, und der Weltkrieg, das Auslöschen von Leben, alles fiele für ihn unter die Freiheit der Kunst? Irgendjemand wird einmal auf dem Mond landen, wurde er sich vielleicht sagen, ich aber mache ein Welttheater, das wirklich eines ist. Ein Genie also. Aber deswegen mein Bruder? Bin ich zu weit gegangen, ihn meinen Bruder zu nennen? Kunst kennt keine Demokratie. Kunst aber macht Kunst und gestaltet das Unbewusste. Sie zettelt Kriege des Geistes an.

Es geht mir gut. Amerika gefällt mir, und ich gefalle Amerika. Ohne ihn hätte ich dieses Land nur als Reisender kennengelernt. Soll ich etwa dankbar sein? Es ist ein großer Unterschied, ob man an einem Bahnhof, einem Flughafen ankommt, am Abend einen Vortrag hält, in einem Hotel nächtigt und am anderen Morgen wieder aufbricht. Man wacht auf und weiß manchmal gar nicht, in welcher Stadt man da geIandet ist. Man hat es vergessen. So aber lebe ich seit dem Frühjahr neunzehnhundert­einundvierzig in Pacific Palisades.

Mir geht es gut. Es ist mir egal, wo ich bin, Hauptsache, ich bin nicht in München, der Stadt des Hochverrats. Heinrich geht es nicht so gut. Heinrich ginge es besser, wenn die Schlampe Nelly nicht wäre. Was er auch erarbeitet. was ihm auch zukommt, sie macht es zielsicher zunichte. Überhaupt, das Erotische. Das lebt der Heinrich ganz ohne Bedenken aus. Er macht sich gemein mit dem Erotischen. Da hat ihm die Schlampe gerade noch gefehlt. Hat er sie denn heiraten müssen? Glaubte er, er werde Nizza nicht lebend verlassen, und Heiraten ist besser als nichts? Er ist und bleibt ein hilfloser Bär. Es ist nicht übertrieben, wenn ich mich als Amerikaner bezeichne. Der Himmel hier ist überhell. München leuchtet, gewiss, gegen die Weite des Himmels hier vermag es aber nichts. Außerdem ist München schuldig geworden, gegen seine Zerstörung hätte ich nichts einzuwenden. Die Luft ist hier zu allen Zeiten gleich mild. Darauf ist Verlass. Die Orangenbäume gedeihen hier wie nirgendwo. Dass sie zur gleichen Zeit in Blüte und Frucht stehen, verwundert zunächst. Im Winter in Deutschland ein einzelnes grünes Blatt am Baum zu finden, ist ungleich verwunderlicher. Schnee fehlt hier. Aber sonst? Ist es nicht wie immer? Tisch, Sessel, Lampe. Eine Konsole mit Büchern. Es mangelt an nichts. Im Gegenteil, hier erfahre ich erst, wie überflüssig das meiste doch ist. Im Personal gibt es Abwechslung. Da sie die Sprache nicht gut beherrschen, machen meine malaiischen Diener alles von selbst in vorauseilendem Gehorsam, da wollen sie sich gar keine Blöße geben. Sie sind flink, zurückhaltend -und schön. Außerdem bereiten sie einen phantastischen Kaffee. Ansonsten bleiben sie unsichtbar. Heimatlosigkeit? Ich habe Umgang mit mir selbst, hier wie dort. Allein sein zu können, das ist doch das Wichtigste. Meine Heimat sind meine Arbeiten, die ich immer mit mir führe, in die ich mich vertiefen kann, die ich selbst bin. Wir sind bei uns. egal wo. Wenn ich mich nur in meine Arbeiten vertiefe, ist mir das alles Zuhause, das ich mir nur wünschen kann. Meine Arbeiten sind überlieferungsgut meines Landes und meines Volkes. Deutschland ist in mir. Wo ich hin, ist Deutschland. Das Zentrum Deutschlands ist in mir, weil mein Zentrum in mir ist. Was heißt da, weit weg zu sein? Und weit weg wovon?

Allein sein. Das ist das Erfolgsgeheimnis. Zu wissen, innerlich zu wissen, dass man Geschichte schreibt. die innere Geschichte Deutschlands. Heinrich versucht das auch. Auch er schafft es nicht, zu gestalten. Was er macht, ist gedrechselte Verblendung. Politisch gesehen, ist da der Wurm drin. Seit Jahrzehnten pflegt er eine Theorie, die jedes Mal an den Umständen glatt vorbeigeht. Er hat sich so verbissen in diese Theorie, dass ihm das Erzählen darüber verloren geht. Als oh sich alle Welt nach seiner Theorie richte! Nelly sorgt für das übrige.

Und ich selbst? Diese Genügsamkeit des Sich-selbst-gewiss-Seins, die manche mit Hochmut und Dünkel verwechseln, ist doch auch sie das Resultat langjähriger Kämpfe, langjähriger Unersättlichkeit und triebhafter Selbstverherrlichung, musste doch auch sie viele Jahre erst angehen gegen das bohrende Nichtigkeitsgefühl, das einen so umtreibt, diese Genügsamkeit ist es, die mich hier das Amerikasein annehmen lässt. Und schlecht bekommt es mir nicht, meine ich doch, eine gewisse Lässigkeit an mir wahrnehmen zu können, wohlgemerkt, keine Nachlässigkeit. Nur darf nicht der Fehler begangen werden, diese Lässigkeit mit Überlegenheit zu verwechseln. Es ist Immer noch Krieg, und noch ist nicht ganz ausgemacht, ob die Katastrophe, die dieser Hitler nun mal ist, in den eigenen Untergang führt. Er ist ein Scheusal, der Hitlerismus das größte Verbrechen der Menschheits­geschichte. Wie oft predige ich das in meinen Dutzenden Deutsche Hörer-Sendungen. Probevergasungen von Juden! Probevergasungen! Ende neunzehnhundertzweiundvierzig bereits mehr als 700000 Juden umgebracht. Sagt man das laut, heißt es gleich, übertreibe doch nicht so. Bei Fakten heißt es immer: Übertreibung. Der Thomas Mann schon wieder, sagen sich viele, die mich hören. Was will der Thomas Mann denn schon wieder. Das hat sich mein Führer auch gefragt. Nicht nur ist es wunderbar, auf Deutsch zu schreiben, sondern auf Deutsch auch gehört zu werden, was mein Führer ja lieber verhindern würde. Er konnte sich nicht erwehren, selber mit anzuhören, was dieser undeutsche Mann da ins Land schickt. Das hat ihn so aufgebracht, dass er in einer Bierkellerrede in München sofort in Stellung ging. Ich wiegele das deutsche Volk zur Revolution gegen ihn und sein System auf, sagte er da. Recht hat er. Aber ist das ein Trost? Ich könnte mich übergeben bei der Vorstellung, dass mein Name aus seinem Unratmunde fällt. Wie ich aber in seine Ohren gelange mit meiner Stimme, ist vielleicht wert, erzählt zu werden. Hitler hat sehr wohl erkannt, dass eine Stimme Aura hat, dass die Stimme alles ist. Wo er nur kann, hält er Reden, nicht enden wollende Reden. Danach sieht die Welt anders aus, denkt er. Und leider tut sie das tatsächlich. Da habe ich mir gedacht, wieso soll ich nur ihn hören, er und insbesondere das deutsche Volk sollen auch mich hören. Kabelte ich meine Reden zunächst nach London, wo sie von einem Sprecher der BBC auf Deutsch verlesen wurden, so kam ich alsbald auf die Idee, ihnen durch meine eigene Stimme mehr Nachdruck zu verleihen. Die hierzu erforderliche technische Anstrengung war zwar äußerst umständlich und anfällig, in Anbetracht der durch sie gewonnenen Präsenz und Unmittelbarkeit unterzieht man sich ihr aber jedes Mal gerne: Im Recording Departement der NBC in Los Angeles spreche ich meine Rede auf eine Schallplatte. Die mit einem Flugzeug nach New York transportierte Platte wird telefonisch in London auf eine andere Platte übertragen. Diese läuft dann vor einem Mikrophon ab. So gelangt Thomas Mann in die guten Stuben der Deutschen. Könnte ich doch auch in diese Stuben hineinhören. Ob man mich überhaupt noch kennt?

Und könnte ich, wollte jemand mich abschalten oder den Sender, den Feindsender abdrehen, ich müsste eine technische Erfindung zur Hand haben, dieses Fluchtverhalten zu verhindern. Geifert Hitler durch den Volksempfanger, übertöne ich ihn, will der deutsche Bürger aus falsch verstandener Gefolgschaft nichts von mir wissen, belehre ich ihn eines Besseren.

Am schönsten aber wäre, ich könnte mich zu jeder Tages- und Nachtzeit von selbst zu Wort melden, der Bürger sitzt am Frühstückstisch, und ich melde mich, er macht seine Arbeit, und ich melde mich, er geht zu Bett, und ich melde mich. Geist im Handumdrehen, hieße die Parole. Der Bürger erwacht aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit und ...

Amerika hat mich verändert, das steht zweifelsfrei fest. Ich bleibe kontinuierlich, da kann sich Amerika auf den Kopf stellen -und Deutschland erst recht. Ich habe mich hierhin mitgebracht, und es sind so viele in mir, dass jetzt alle zum Zuge kommen, da hat Amerika gar keinen Einfluss, da ist es machtlos. Was uns geprägt hat, ist wie ein Brandmal. Wir sind nichts als ein Rind, dem ein Zeichen aufgebrannt wird. Es ist uns eingebrannt. Und dem folgen wir, bis zum Schlachthaus. Es ist kein Verdienst, Deutschland verlassen zu haben, das ist Instinkt. Amerika ist Menschenfremde, die wenig haftende Eindrücke liefert. Das Brandmal ist längst im Geist, es würde also wenig helfen, es von der Haut zu entfernen. Amerika ist trotz allem keine Zukunft, und es hat keine Zukunft, die Vergangenheit ist das, was zählt, und die hat Amerika nicht zu bieten. Amerikas Vergangenheit ist Europa. Das ist letztlich das Einzige, was die Leute hier interessiert. So, Sie kommen aus Deutschland? Erzählen Sie mir, wie es da aussieht, meine Vorfahren kommen auch aus Deutschland. Selbstverständlich kein Wort Deutsch mehr, genauso selbstverständlich wird vorausgesetzt, dass man Amerikas Sprache spricht, die halten die Leute hier für eine Art Ursprache. Da man mich hier kennt, habe ich selbst kaum die Erfahrung gemacht, Heinrich berichtet täglich darüber, wenn ich ihn sehe. Ich bin mein eigenes Amerika, deshalb bin ich auch unempfindlich gegen alle Zumutung und Forderung. Wie verhält sich das mit meinem Ansinnen, amerikanischer Staatsbürger zu werden. Wenn man in Amerika lebt auf unabsehbare Zeit, dann ist es sicherlich von Vorteil, amerikanischer Staatsbürger zu sein. Außerdem ist das dem Hitlerstaat entgegengesetzt. Die Amerikaner sind ja stolz darauf, dass ich hier hin. Merkwürdigerweise halten mich nicht wenige für einen Kommunisten. Was mich gewissermaßen mit diesem Brecht gemeinmacht. Willst du dann einer der wen werden, hüllt sich Amerika erst einmal in tiefes Schweigen. Du siehst nur eine staubige Bremsspur. Amerika ist mächtig genug, ein halbes Jahr zu schweigen und länger. Wenn die Welt untergeht, geht sie in Amerika zuletzt unter. Adolf-who?, ist da eine nicht selten gehörte Rückfrage.

Die Nachbarn spielen das Ganze herunter. Hauptsache, Sie leben hier, das ist doch auch nur ein Papier. diese Staatsbürgerschaft. Einer wurde sogar fuchsig, welcher Amerikaner könne schon von sich behaupten, persönlich mit dem Präsidenten gesprochen zu haben, geschweige denn, von ihm ins Weiße Haus eingeladen worden zu sein. Das sei doch wohl Staatsbürgerschaft genug. Die Sache hatte ich längst abgehakt, wollte auch keine weiteren Schritte in der Angelegenheit unternehmen, da liegt eines Tages ein versiegeltes Kuvert im Briefkasten. Ein Staatsbürgerschaftstest. Wie zu erwarten, wenn auch darauf nicht mehr gewartet wurde. Das Einschreiben legte ich erst einmal auf den Küchentisch. Ist doch klar, dass Amerika nicht jeden reinlässt. Eine Formalie. Jeder muss einige Fragen beantworten, jeder. Reine Formsache. Das ist wahre Demokratie, man achtet nicht auf Verdienste, jeder ist verdächtig. Ich sage es ganz frei heraus, dass mich diese Zumutung an den Rand der Fassung brachte. Katia hat sich in dieses Land ganz hineingearbeitet, was mir aufgrund meiner Romanarbeiten nicht so vergönnt war. Allerdings kann ich sagen, dass mir der Test auch Spiel war. Was weiß Erzählen?, das war meine Grundfrage. Da ich nichts wusste, wollte ich wenigstens erzählen. Das tat ich im Januar vierundvierzig dann auch fünfzig Minuten lang. Derart ignorante Gescheitheit legte ich an den Tag, dass die prüfende Dame hinterm Schreibpult mich mehrmals erstaunt ansah. Sie musste auf dem vor ihr liegenden Papier nachlesen, was sie mich überhaupt gefragt hatte.

Als die Prüfung vorbei war, machte sie mir klar, dass sie mich überlistet hatte, und nicht umgekehrt. Ich weiß nicht, ob es mir zum Lachen oder zum Weinen zumute sein soll, Herr Mann, sagte sie, dass Sie ein großer Geschichtenerzähler sind, weiß ich schon längst. Dann holte sie aus ihrer Schreibtischschublade die Buddenbrooks hervor, in die ich ihr artig und verdutzt eine Widmung schrieb. übrigens dauern solche Prüfungen vor dem Einwanderungsbüro in der Regel nur zehn Minuten, gab sie dem amtlich beglaubigten amerikanischen Bürger noch mit auf den Weg. Eine schöne Sache.

Wenn ich mich umschaue, wohin ich auch schaue, es ist kaum etwas zu verwerten für meine Arbeit. Es ist zu gewöhnlich, es hat nicht diesen Geist, den ich brauche. Mein Geist ist ganz Altertum. Ich höre gerne zu. Wenn Besuch kommt, sitze ich gern im Sessel und höre einfach nur zu, stundenlang. Die Leute sind dann immer enttäuscht, dass sie so wenig von mir erfahren haben. Sie hahen etwas ganz Wesentliches erfahren:

Ich höre für mein Leben gern zu. Ist es zu verdenken, dass die Rede der Leute bei mir einen inneren Filter passiert, eine Reuse, der schon manch schönes Stück ins Netz gegangen ist?

Literatur heißt Studieren. Bücher sind das eine, die andere Quelle aber ist das Mundwerk. Plastisch soll's sein, greifbar; dann sollen sie sich nicht wundern, die Leute, wenn sie vermeinen, dieses und jenes so oder ähnlich doch schon mal gehört zu haben. Kurz: Erinnerung, Bilder, Intuition, das ist es, was ich brauche, woraus ich schöpfe, und das findet man hier nicht. Gewiss, diese Emporkömmlingsgeschichten, die man an jeder Ecke hört, die vergoldeten Tellerwäscher- und Schuhputzerkarrieren ... aber ist das denn Intuition? Ist das nicht eher der verzweifelte Versuch, dem Mythos etwas entgegenzusetzen. Mythos setzt nämlich hier aus. Komplett. Also kreiert Amerika seinen eigenen. Den Tellerwäscher- und Schuhputzermythos. Und der ist schnell erzählt. Und wieder zurück. Bilder aber von größter Schönheit und Tiefe -Fehlanzeige.

Und woran soll man sich dann erinnern? Höchstens an gestern. lch aber brauche das Mittelalter, das kunstvoll geknüpfte Netz aus Anspielung und Zitat, ohne das kein wahrer Stoff zu fischen ist. Und ich brauche mich. Mit allen heimlichen Abgründen. Eine gewisse Lieblosigkeit ist das Leben. Und das ist mein Brunnquell. Dass es keine Erfüllung gibt. Alle Erfüllung ist schleimig. Ein Kuss genügt, und ich fühle mich schuldig.

Zur schönsten, traurigsten Romanphantasie reicht das allemal. Das Traurige aber, das spüre nur ich. Es ist mir allgemein am liebsten, wenn es so gänzlich unterdrückt erscheint. Dann habe ich die Trauer ganz für mich. Ich brauche den vorbereitenden Blick, die langsame Aufstapelung, den drohenden Untergang. Mein Kollege Geerken wird nur unwesentlich später etwas schreiben. dem ich durch und durch zustimmen kann. Was auch immer ich lese, ich lese immer auch gleichzeitig meinen Text, schreibt Kollege Geerken. Das Exil, was man so nennt, das hört ja nicht auf, scheint mir, das hört ja nach dem Krieg nicht ganz auf. Die allgemeine Schädigung in Deutschland wird sich zu der Zwangsvorstellung auswachsen, alles sei kontaminiert. das Brot, das Grundwasser, die eigenen Gedanken. Der Spuk ist vorbei, sagen sie dann. Gelernt werden sie nichts haben, die Deutschen. Die Zwangsvorstellung wird ein Gespräch über Vergangenes tabuisieren. Nie wird es etwas Vergangenes gegeben haben, das immer gegenwärtig bleiben wird. Gesetzt den Fall, ja, gesetzt den Fall dessen, der fallen muss.

Ich habe mich oft gefragt, ob es eine innere Emigration geben kann. Ich war und bin der Überzeugung, dass es keine innere Emigration geben kann. Was soll das sein? Ein Stillhalten, Wegschauen? In der Überzeugung leben, der Staat erreicht mich nicht? Wer bleibt, kollaboriert. Es erübrigt sich somit die Frage nach dem Unterschied zwischen innerer und äußerer Emigration. Und dann zurückkehren? Ganz Europa ist ein Albtraum, und Deutschland kann man gar nicht mehr träumen. Heimkehr? Ein halbes Jahr Deutschland, und wir sind kaputt. Es wird da zwar eine dem Deutschen ähnliche Sprache gesprochen, wie aber soll man sich verständigen? Vor München graut mir. Das zerstörte Haus soll nicht wieder aufgebaut werden. Durch seine Trümmer zog ein Geist, der noch Jahrzehnte stinken wird. Da werfen einem die Deutschen vor, wir hätten uns aus dem Staub gemacht, hätten uns gedrückt. ja wovor denn? Vor dem heimatlichen Untergang? Die glauben wohl, das sei eine Idylle. Andererseits ist es hier auch kaum mehr auszuhalten. Täglich stürmen Journalisten das Haus, welche Prognosen ich über den Ausgang des Krieges habe. Er wird ausgehen, es fragt sich wann, es fragt sich wie. Dann ziehen sie wieder ab. Anderntags stehen sie mit derselben Frage wieder vor der Tür. Was glauben Sie, Herr Mann, wird aus Deutschland werden? Ich kann da nur meinen Satz wiederholen, den ich bei meiner Ankunft in Princeton den Journalisten in den Füllfederhalter diktierte: »Wo ich bin, ist Deutschland.« Und ich bin, ich werde nicht. Das wollen sie nicht so recht verstehen. Kam doch neulich so eine Fratze einfach über den Garten gestiefelt, die Absperrung interessierte den gar nicht, selbsteingeladen, wollte der Bengel auch schon Platz nehmen im Wohnzimmersessel. Als ich das Zimmer betrat, sprang er behände auf und ging freudestrahlend auf mich zu. »Die Welt will von Ihnen wissen, wann Deutschland kapitulieren wird, Herr Mann«, frohlockte der Knabe. »Sehen Sie«, erwiderte ich, »Ich glaube nicht, dass die Welt das ausgerechnet von mir wissen will.« »Das war ein Fehler«, meinte das Bübchen, doch so kenne man mich, immer Understatement. Eine doppelte Frechheit. Ich warf ihn hinaus. Kaum schien er verschwunden, kam er über die Veranda wieder hereinspaziert, der eigentliche Anlass seines Besuches sei ja ein ganz anderer gewesen, ob ich vielleicht die Geduld aufbringe, ihm noch eine Frage, die Frage nämlich, zu beantworten. Die Unverfrorenheit dieses Revolverskribenten begeisterte mich allmählich. Ich bat ihn, Platz zu nehmen. Diese Einladung kostete er natürlich aus, rückte erst mal sein Sakko zurecht. räusperte sich, kramte in seiner Ledertasche herum, testete ein Dutzend Stifte an, entschied sich zuletzt für den goldglänzenden Füllfederhalter. »Herr Mann., hob er endlich an, der Fall ist klar. Ich blickte in weit aufgerissene Augen. Eine solche Mimik habe ich noch nie leiden können. »Aha«, erwiderte ich, »und welcher?« »Sie, Herr Mann« ... Kunstpause. So etwas bringt mich immer um. »Herr Mann«, besann er sich, es steht doch völlig außer Zweifel ... Das nennt man wohl Rhetorik, den Gegner gefügig machen durch Geraune. »Könnten Sie bitte auf den Punkt kommen«, wies ich ihn zurecht. »Herr Mann, ich muss doch um Verzeihung bitten, aber der Sachverhalt, um den es hier geht, ist von solcher Tragweite. dass man innerlich erst vorbereitet sein muss, man kann ihn nicht einfach so herausschnoddern« (so jedenfalls übersetzte ich mir eine amerikanische Formulierung, die mir bis dahin noch nicht begegnet war). Er räsoniert mich zu Tode, dachte ich. Ein hübsches Gesicht, sobald er aber den Mund aufmacht, rüstet er seine Schönheit ab. Der Bengel räusperte sich, holte tief Luft und machte Anstalten, sich endlich dem so überaus Wichtigen zu nähern. »Sie oder keiner«, brach es aus ihm heraus. Pause. Das Herz ging schnell, auch schien mir Schamesröte ins Gesicht zu steigen. Ich schaute zu

Boden. »Wie meinen Sie das?«, schaute ich ihn streng an. »Sie, Herr Mann, sind der Kaiser aller Deutschen, ach was, aller Emigranten. Für Sie müsste in Deutschland wieder die Monarchie eingeführt werden«. Ich brach augenblicklich in ein schallendes Gelächter aus. Das schien den Knaben dermaßen zu verwundern, dass er mir sekundenlang nur noch mit herabgefallenem Unterkiefer gegenübersaß. »Mein Lieber«, tröstete ich den sichtlich Verletzten, »das wäre doch ein grober Rückschritt, und wer verbreitet denn um alles in der Welt solche Botschaften? »Alle sagen das, Herr Mann, alle•. Was seine Kleidung betraf, hatte er für einen Amerikaner sogar Geschmack, der Anzug saß tadellos am Körper. Wenn man so schmal ist, kann man einen taillierten Schnitt durchaus tragen, dachte ich. »Sie meinen also«, unterbrach ich die ihm mittlerweile vielleicht peinliche Stille, »ich soll Deutschland nach dem hoffentlich bald eintretenden Kriegsende vorstehen? »Unbedingt«, sagte er. »Ob Sie es glauben oder nicht, mein Lieber«, bremste ich seine Euphorie sogleich, »ich werde Deutschland gar nicht wiedersehen«. »Meinen Sie, Sie werden das Kriegsende nicht mehr erleben? »Ich hoffe doch, aber ich werde hierbleiben«. Staunen. »Oder wollen Sie mich hier nicht mehr haben?« Keine Antwort. Wie denn auch. Ein kleiner Blattschreiber. Ihm gegenüber ein großer Name, dessen Person darunter niemand kennt. Ohne den Blick von mir zu lassen, packte er seine Schreibutensilien unverrichteter Dinge wieder ein, stand auf und marschierte bereits in Richtung Veranda. Dieses Mal, holte ich ihn zurück, wäre es doch schön, Sie verließen mein Haus durch die Haustür, was meinen Sie?

Er folgte. An der Haustür konnte ich mir nicht versagen, ihm folgende Sottise mit auf den Weg zu geben: »Wenn durch die Russen jedoch der Brecht an die Macht kommt, wird er mir alles Böse antun«. Sofort hasste ich mich dafür. Das Männlein wollte noch eine Rückfrage stellen, verzichtete dann aber und trottete davon.

Ich als Präsident? Wie kommt er darauf? Ich schaute ihm lange nach. Es sind hier Gerüchte im Umlauf, da wundert Einen mit der Zeit nichts mehr. Nur weil ich beim Präsidenten war? Bei solchen Treffen geht es doch um ganz andere Dinge.

Wenn man auch nie ganz genau weiß, worum es geht. Um ein stillschweigendes gegenseitiges Ausnutzen. Als Romanfigur taugte Roosevelt allemal, und eine solche Figur hatte ich noch nicht im Repertoire. Was nun hat Roosevelt mir da zu bieten?

Naivität, Gläubigkeit, Schlauheit, Schauspielerei, Liebenswürdigkeit ... eine Menge. Was konnte ich ihm bieten? Ein Buch immerhin, War and Democracy, mit der plausiblen Widmung »To F. D. R. President of the <country-region w:st="on"><place w:st="on">U. S.</place></country-region> and of a coming better world«. So etwas hätte der Brecht nicht fertiggekriegt. Baute ich den Präsidenten in meinen Roman Joseph der Ernährer ein, so diente ich dem Präsidenten als repräsentativer Spiegel, als verlässlicher Sparringspartner seiner Verwöhntheit und Gefalllustigkeit, der ihm schon aufzeigt, wie es mit ihm bestellt ist. Na ja. zumindest ein wenig. Eine Hand wäscht die andere. Der Besuch beim Präsidenten am dreizehnten und vierzehnten Januar neunzehnhunderteinundvierzig konnte mich noch einmal eindrücklich und ohne jeden Zweifel von dem merkwürdigen Umstand überzeugen, dass es gar keine historischen Momente gibt, alles geht mit einstudierten Maßnahmen vor sich, erst im Erinnern, und das heißt Verfälschen, heben wir das Niveau, und ein Roman ist schon Verklärung, auf den Roman aber läuft alles hinaus, wir leben bis zum Roman. Der Besuch beim Präsidenten also. Völlig unbedeutend. Herzlich, aber unbedeutend. Da gibt es gar nichts zu beschönigen. Es wird auch da nur mit Wasser gekocht, hätte meine Mutter gesagt. Hätte sie das? Es gibt bedeutendere Momente, beim Zusammensitzen mit Freunden zum Beispiel. Es fragt sich allerdings, mit welchen. Sitze ich doch am liebsten mit mir allein zusammen. Das hingegen ist zuweilen ein wirklich bedeutender Moment. Eleanor Roosevelt? Eine einfach-herzliche und brave Frau. Eigenartig bescheiden, nicht ohne beeinflussen zu wollen. Holte immerhin den Doktor, da ich sichtlich und stärker erkältet war. Gewissermaßen bemüht aktiv ist sie, kann indes auch stärker langweilen, was sich beim privaten Cocktail, der auf besondere Weisung des Präsidenten stattfand, recht unangenehm. erweisen sollte. Roosevelt konnte ein Gähnen nicht unterdrücken, ich verstand zum Glück nicht jedes Wort. Wohnungsbeschaffungs-Angelegenheiten etc. Soweit mein

zweiter Besuch beim Präsidenten. Der erste vom neunundzwanzigsten Juni neunzehnhundertfünfunddreißig ist mir schon fast gänzlich aus dem Gedächtnis entschwunden. Liegt das am Gedächtnis oder am Präsidenten? Außerdem kann ich ja nicht immer in meinen Tagebüchern nachblättern, um frühere Eindrücke wieder heraufzubeschwören. Für meinen Roman also, das halten wir einmal fest, ist so eine Unbedeutendheit der Vorkommnisse natürlich völlig unbrauchbar.

Wie geht man da vor, um die Bedeutung zu steigern? Man schreibt einen Brief. Den habe ich am vierundzwanzigsten Januar der Agnes Meyer geschrieben. Bei der Schilderung der Privateinladung des Präsidenten, mit ihm einen Cocktail zu trinken, verstieg ich mich zu der Formulierung, dies sei der schwindelnde Gipfel der Auszeichnung gewesen. Dabei war es nur ein Cocktail. Mit ganz wenigen Auserwählten aber. Um dieser Auszeichnung mehr Gewicht zu verleihen, schrieb ich wörtlich, dass »die anderen Dinner-Gäste gefälligst zu warten hatten. Und doch hatten wir schon das erste Frühstück mit ‚ihm’ gehabt!« -so macht man das, gar keinen Zweifel an der eigenen Wichtigkeit aufkommen lassen, dabei eine gewisse Bescheidenheit. ja Demut zeigen – »’Er’ hat mir wieder starken Eindruck gemacht oder doch, mein sympathisches Interesse neu erregt: Diese Mischung von Schlauheit, Verwöhntheit, Gefalllustigkeit und ehrlichem Glauben ist schwer zu charakterisieren« -eben, das erfolgt ja im Roman -»aber etwas wie Segen ist auf ihm, und ich bin ihm zugetan als dem, wie mir scheint. geborenen Gegenspieler gegen Das, was fallen muss.' – Ob die Meyer das verstanden hat? Wahrscheinlich wohl. -»Hier ist einmal ein Massen-Dompteur modernen

Stils, der das Gute oder doch das Bessere will und der es mit uns hält wie vielleicht kein Mensch in der Welt.« -Na also, hier schimmert schon der Joseph durch. – »Wie sollte ich es nicht mit ihm halten? Ich bin gestärkt von ihm gegangen.« Ich hatte ihn im Netz, gewissermaßen. im Roman. Er war im Kasten, die Eindrücke wirkten nachhaltig, und seitdem halte ich sie mir frisch. Ich zeichne nach der Natur, und wie immer weiß die Natur das nicht. So ist mein Roman denn global, mit Orient und Okzident gleichermaßen bestückt.

Mein Leben? Mein Text ist mein Leben. Und das ist und bleibt öffentlich ein Geheimnis, ein öffentliches Geheimnis, es bleibt. Ich bin mein schlimmster Begleiter, das hat schon Geerken gesagt. Wer da unten so mitläuft. lch ertrage nur meine eigenen Geschichten, das wird der Geerken auch sagen. Und ich unterschreibe das. Weil ich dafürhalte, dass meine Geschichte die Geschichte wenn nicht von allen, so doch von vielen ist. Und wenn viele kommen und sagen, das ist meine Geschichte, und nur meine Geschichte, dann ziehe ich mich zurück, dann will ich wieder allein sein und damit überhaupt nichts mehr zu tun haben. Ich stehe für viele, andere aber nicht für mich. Ausbeutung von Fremdbiographien? Ja, was um Himmels willen soll ein Roman denn anderes sein? Sonst ist er kein guter. Ich kann mir überhaupt kein erotisches Abenteuer leisten. Wie komme ich jetzt darauf. Es ist mir rausgerutscht. Es geht mir, ich kann das gar nicht oft genug betonen, gut. Und ich bin froh, das einmal in aller Ausführlichkeit niedergeschrieben zu haben.

© Michael Lentz

"Pazifik Exil". Roman. Verlag S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 182-196. Mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlages. 

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Die Jüdin von Toledo: Spanienbilder aus dem kalifornischen Exil


Montag 21. of September 2015
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Erstmalige Verleihung der Auszeichnung in Stuttgart.

 

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Donnerstag 17. of September 2015
Bürgertheater Ludwigsburg führt die 'Akte Oppenheimer' auf

Premiere


Donnerstag 17. of September 2015
International Feuchtwanger Society Members Meeting / Mitglieder-Treffen

International Feuchtwanger Society

Members Meeting / Mitglieder-Treffen

Villa Aurora, Pacific Palisades
September 17, 2015

 

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 2.      Treasurer’s Report / Bericht des Schatzmeisters

 3.      Election of Officers / Wahl des...


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