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Veranstaltungskalender zum Internationalen Lion Feuchtwanger-Jahr
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Edgar Feuchtwanger

Edgar Feuchtwanger
Edgar Feuchtwanger

Edgar Feuchtwanger – geboren  28.September 1924 in München

Vater:  Ludwig Feuchtwanger,  Leiter des Verlags Duncker & Humblot

Mutter: Erna Rheinstrom

Volksschule (Gebeleschule, München) 1931-35

Maximiliansgymnasium, München 1935-38

Februar 1939: Auswanderung nach England

Winchester College 1939-43

Kriegsdienst 1943-44

Magdalene College Cambridge 1944-47; B.A., M.A. Cantab., Ph.D., Fellow of the Royal Historical Society

Ab 1948: Lecturer in Adult Education (Erwachsenenbildung), Workers’ Educational Association and Department of Adult Education, University College, Southampton; Director of Adult Education, University of Southampton

Ab 1963: Lecturer etc. in the Department of History, University of Southampton

1980-81: Gastprofessor an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt

1989: Ruhestand als vollamtlicher Universitätsprofessor

2003: Bundesversdienstkreuz

Veröffentlichungen:

Disraeli, Democracy and the Tory Party, Clarendon Press, Oxford 1968

Prussia: Myth and Reality, Oswald Wolff, London 1970; deutsche Űbersetzung: Preussen: Mythos und Realität, Athenaium, Frankfurt 1972 und Heyne Taschenbuch

Gladstone – A Political Biography, Allen Lane, London, 1975 und Macmillan, London,1989

Democracy and Empire: Britain 1865-1914 (vol. 10 of The New History of England), Edward Arnold, London  1985, und Hodder & Stoughton, London, 2007

From Weimar to Hitler: Germany 1918-33, Macmillan, London 1993 und 1995

Disraeli, Edward Arnold, London 2000

Bismarck, Routledge, London 2002

Königin Viktoria und ihre Zeit (Band 166 in Persönlichkeit und Geschichte), Musterschmidt Verlag, Gleichen und Zürich 2004

Albert and Victoria: The Rise and Fall of the House of Saxe-Coburg-Gotha, Hambledon Continuum, London 2006 und 2007

In Vorbereitung in deutscher Sprache:

Disraeli-Biographie 2009 beim Landt Verlag (Berlin)

Buch über "Albert und Viktoria" 2009 bei Duncker & Humblodt (Berlin)

Buchprojekt : Erinnerungen

Arbeitstitel: Erinnerungen  

Edgar Feuchtwanger    

Ich wurde 1924 in München geboren und wuchs in einer weit verzweigten jüdischen Familie auf, die seit Jahrhunderten im bayerischen Gebiet ansässig war. Mein Vater war akademischer Leiter des Verlags Duncker & Humblot, der Ende des 18. Jahr-hunderts gegründet worden war. Viele bekannte deutsche Wissenschaftler, wie Werner Sombart und Carl Schmitt, waren Autoren des Verlags und ich sah sie als Kind, wenn sie bei meinen Eltern zu Besuch kamen. Der ältere Bruder meines Vaters war der Schriftsteller Lion Feuchtwanger, der sich schon vor 1933 durch den Roman Erfolg als einer der schärfsten Gegner des aufkommenden Nationalsozialismus profiliert hatte. Wir wohnten in dem stillen Mittelpunkt des Orkans, der sich bald über die ganze Welt verbreiten sollte, nämlich ein paar Schritte von der Münchner Privatwohnung Adolf Hitlers. Sein Kommen und Gehen konnte ich als Kind beobachten, manchmal bei den wichtigsten Ereignissen dieser Zeit, wie dem Röhm Putsch im Juni 1934 und dem Anschluss im März 1938. Bis 1935 war ich in einer Volksschule, in der ich schon zu Beginn des Dritten Reiches von einer nationalsozialistisch beeinflussten Lehrerin unterrichtet wurde. Von 1935 bis 1938 besuchte ich ein humanistisches Gymnasium, das Maximiliansgymnasium, in München. Nach fast 65 Jahren kam ich zum ersten Mal wieder in diese Schule, als ich an einer öffentlichen Veranstaltung zusammen mit dem früheren Münchner Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel teilnahm.  

Die Reichskristallnacht im November 1938 war der Wendepunkt, der mein Leben in Deutschland unmöglich machte. Mein Vater wurde in das KZ Dachau gebracht, das er mit Müh und Not überlebte. Seine große Bibliothek wurde beschlagnahmt. Es blieb uns nichts übrig, als Deutschland so schnell wie möglich zu verlassen. England erwies sich als ein mögliches Ziel, und ich wurde im Februar 1939 voraus geschickt, meine Eltern folgten im Mai. Es war eine Reise ähnlich den Kindertransporten, aber ich reiste allein und wurde bis zur holländischen Grenze von meinem Vater begleitet. In den paar Monaten, die noch bis zum Ausbruch des Krieges blieben, wohnte ich bei verschiedenen englischen Familien, die bereit waren, ein Flüchtlingskind bei sich aufzunehmen. Im September 1939 wurde ich nach Winchester geschickt, in die älteste und - neben Eton und Harrow - die berühmteste der britischen ‚public schools’. Unter meinen Mitschülern befanden sich Willie Whitelaw und Geoffrey Howe, die später als Stellvertreter bzw. Außenminister von Margaret Thatcher Geschichte machten. Die Erfahrungen meiner Schulzeit, meine Erlebnisse während des Krieges und die meiner Studienzeit in Cambridge, und auch Kontakte mit vielen bekannten Persönlichkeiten, wie T.S.Eliot und Bertrand Russell, sind in diese Memoiren eingeflossen.   Ich wurde Historiker und lehrte an der Universität Southampton. Anfänglich las ich hauptsächlich englische Geschichte der viktorianischen Zeit, ein Gebiet, in dem ich promovierte und mein erstes Buch veröffentlichte. Später lehrte ich auch deutsche Geschichte des 19. und 20.Jahrhunderts. In diesen späteren Jahren war ich öfter in Deutschland und kam wieder mit Freunden und Bekannten aus meiner Jugend zu-sammen. Um 1980 war ich längere Zeit in Deutschland, als Gastprofessor an der Universität Frankfurt/Main. Im Jahre 2002 wurde mir das Bundesverdienstkreuz verliehen.   Seit 1962 bin ich verheiratet. Meine Frau Primrose ist die Tochter eines englischen Armeeoffiziers, der in den Jahren 1944/45 als Brigadegeneral seine Truppen von der Normandie bis nach Nordwestdeutschland führte. Das älteste meiner drei Kinder, meine Tochter Antonia, ist eine bekannte Journalistin in London und Parlamentskandidatin für einen Londoner Wahlkreis. Ich lebe inzwischen seit über 40 Jahren mit meiner Familie auf dem Land in Südengland, etwa eine Stunde von London entfernt, umgeben von Freunden und Bekannten. In meinem Leben gab es viele identitätsstiftende Erlebnisse, die man selten in einer solchen Kombination findet. Diese Erlebnisse und Erfahrungen möchte ich mit dem deutschen Leser teilen.    

Inhaltsverzeichnis: Deutsch-jüdische Kindheit im Schatten des Führers Schulzeit im Dritten Reich Kristallnacht zwingt zur Flucht In ein anderes Land Eine englische Erziehung Kriegsdienst Student in Cambridge Im akademischen Beruf Besuche in Deutschland Fin de Siècle        

Hauptveröffentlichungen: Disraeli, Democracy and the Tory Party, Clarendon Press, Oxford, 1968; Prussia: Myth and Reality, Oswald Wolff, London, 1970, deutsche Űbersetzung: Preuβen: Mythos und Realität, Athenaion, Frankfurt a.M., 1972; Gladstone: A Political Biography, Allen Lane, London, 1975, 2nd edn. Macmillan, Basingstoke, 1989; Democracy and Empire: Britain 1865-1914 (vol.9, The New History of England), Edward Arnold, 1985; From Weimar to Hitler: Germany 1918-33, Macmillan, Basingstoke, 1993 und 1995; Disraeli, Edward Arnold, London, 2000; Bismarck, Routledge, London 2002; Königin Viktoria und ihre Zeit (Bd.166 in Persönlichkeit und Geschichte), Muster-Schmidt Verlag, Gleichen, 2004; Albert and Victoria: The Rise and Fall of the House of Saxe-Coburg-Gotha, Hambledon Continuum, London, 2006 und 2007, in Vorbereitung, deutsche Űbersetzung, Von Coburg zu Windsor, Duncker & Humblot, Berlin, 2009.    

Englische Version

A Child of Hitler’s Munich

Recollections of a turbulent Century Edgar Feuchtwanger  

Chapters: A German-Jewish Childhood in the Shadow of Hitler Life and School in the Third Reich Escaping from Nazi Germany Changing Countries Becoming a Wykehamist War Service Undergraduate in Post-War Cambridge In Academia Revisiting Germany and other travels Fin de Siècle   Length ca. 60000 words    

I was born in Munich in 1924 and spent the first fourteen years of my life there. Munich was the birth place of the Nazi movement and my early life was passed in what could be called the still epicentre of a hurricane that eventually engulfed the whole world. My parents lived about a hundred yards or so from the private flat of Hitler, a place he had acquired in 1929, when the fortunes of the Nazi party were rapidly rising. He still used it as a staging post when he became Chancellor, and as a child I witnessed his frequent comings and goings to the Berghof, his mountain retreat in the Bavarian Alps. Another couple of hundred yards on, there was the villa of Ernst Röhm, the leader of the stormtroopers, the second man in the Reich until he was murdered in the Night of the Long Knives, on 30 June 1934. The commotions of that day I remember quite vividly. Then there was, at a much lower level of power, Heinrich Hofmann, one of Hitler’s intimate cronies, his photographer and the employer of Eva Braun. I used to pass his villa on my way to school.  

All this was the more poignant against the fact that my family were a well-known Jewish clan, settled in Bavaria for many centuries. They had become particularly famous, if not notorious, through my father’s elder brother Lion, one of the celebrity writers of the Weimar period. Lion was well-known in the English-speaking world through his novel Jew Süss, but he had also published, in 1930, the best-selling novel Erfolg (Success). It was the first novel by a major writer which dealt with the early days of the Nazi party, around the time of the Beer Hall Putsch. It drew a satirical picture of Hitler as Rupert Kutzner, the garage mechanic with the gift of the gab, who whipped up the clientele of the Munich beer cellars into a state of hysteria. Hitler was furious and Goebbels declared that Löb Feuchtwanger would be one of the first to qualify for an émigré’s passport when they came to power. It was therefore somewhat dangerous to carry the name Feuchtwanger during the Third Reich.  

My father was the Director of the publishing house Duncker & Humblot, founded in the 18th century, which in their day had published Hegel and Ranke. Among my father’s authors were intellectual heavy-weights of the period after the first World War, such as Max and Alfred Weber, Werner Sombart and Carl Schmitt. Some of these I remember seeing as a child when they visited my parents.   At the beginning of the Third Reich I was in elementary school and was taught by a young woman who was an enthusiastic Nazi. I still have the exercise book into which she dictated to us eight-year olds the official line about Germany’s heroic struggle in the First World War, her dastardly betrayal into defeat and her rebirth under the glorious Führer.   Kristallnacht, the Night of the Broken Glass, in November 1938, and my father’s six weeks’ incarceration in Dachau, was the signal for us to leave Germany. I was sent ahead in February 1939, in circumstances similar to the children of the Kindertransport, though I was on my own. In the summer of 1939 I lived in Cornwall with various families willing to give hospitality to a refugee child. My parents had reached London by May 1939. By September 1939 I was back at school, at Winchester. I had become a Wykehamist. It was a radical switch of cultures. The later chapters of the memoir describe my time at Winchester during the war, war service, and my days as an undergraduate at Magdalene College, Cambridge, in the post-war years. During this time I came across many interesting people, military men like Monty, Wavell and Mountbatten, cultural icons like T.S.Eliot, Bertrand Russell Wittgenstein, and E.P.Thompson.  

During my long academic career, teaching history, mostly at the University of Southampton, I had occasion to return to Germany from time to time. What struck me there, across the many changes of the post-war era, is a theme in some of the later chapters. In 1980/81 I was Visiting Professor in the University of Frankfurt.

I married in 1962. My wife is an English literature specialist, who has done much to improve my writing style, to the benefit of the many books I have published. My father-in-law, Major-General Essame, was a professional soldier, who commanded a brigade in the Normandy landings and in the long campaign into North-West Germany. He later published a number of books on military history. My mother-in-law was a general practitioner in the West Country, when this was still rare for a woman. We have three children, one of whom, our elder daughter, Antonia Cox, is a journalist on the London Evening Standard and Prospective Parliamentary Candidate for a London constituency. We have lived in rural Hampshire for over forty years.                

Edgar Feuchtwanger, born 28/09/1924 in Munich, Winchester College 1939-43, Magdalene College, Cambridge 1945-47, M.A., Ph.D., F.R.Hist.S., Reader in History, University of Southampton, retired 1989. Order of Merit, Federal Republic of Germany, 2002. Major publications: Disraeli, Democracy and the Tory Party, Clarendon Press, Oxford, 1968; Prussia: Myth and Reality, Oswald Wolff, London, 1970; Gladstone: A Political Biography, Allen Lane, London, 1975, 2nd edn. Macmillan, Basingstoke, 1989; Democracy and Empire: Britain 1865-1914 (vol.9, The New History of England), Edward Arnold, 1985; From Weimar to Hitler: Germany 1918-33, Macmillan, Basingstoke, 1993 and 1995; Disraeli, Edward Arnold, London, 2000; Bismarck, Routledge, London 2002; Albert and Victoria: The Rise and Fall of the House of Saxe-Coburg-Gotha, Hambledon Continuum, London, 2006 and 2007.    

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Members Meeting / Mitglieder-Treffen

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