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Veranstaltungskalender zum Internationalen Lion Feuchtwanger-Jahr
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Nigar Cobanoglu

Matrix-Beitrag B9

Literatur

Feuchtwanger lesen!

Schon in den 20er Jahren hat er das Aufkommen des Faschismus in seinen Romanen thematisiert. Seine Bücher wurden von den Nationalsozialisten verbrannt. Während und nach dem Krieg hat er jahrelang im Exil gelebt und trotzdem weiter geschrieben. Lion Feuchtwanger (1884 – 1958), ein großer Schriftsteller der nicht in Vergessenheit geraten ist.

2008 ist das Internationale Feuchtwanger-Jahr. Und man wird in diesem Jahr von ihm reden. Ihm, dem linken Romancier und humanitären Weltbürger, Theaterkritiker, Dichter, Essayisten, Filmautor und Literaten. Ein Sonderfall der Literatur. Am 7. Juli vor 124 Jahren wurde Lion Feuchtwanger in München geboren. 1958 starb er auf der anderen Seite der Welt, in Los Angeles, USA. Wegen seiner jüdischen Herkunft und kritischen Werke verbrachte er fast sein ganzes Leben im Exil.

Seine Werke vor 1933 wurden von den Nazis verbrannt. Er ist zwangsemigriert und hat trotz allem weiter geschrieben. Allerdings nicht mehr in Deutschland. Nie wieder ist Feuchtwanger in seine Heimat zurückgekehrt...

Den Großteil seines Lebens und seiner letzten Jahre verbrachte Lion Feuchtwanger in der heute als Künstlerhaus bekannten „Villa Aurora“. Die 1927 im andalusischen Stil erbaute Villa in Santa Monica, Los Angeles, wurde nach Feuchtwangers Tod von seiner Frau Marta geerbt. Sie lebte dort bis 1987. Heute dient die Villa Aurora gleichzeitig als Künstlerdenkmal und deutsch-amerikanische Begegnungsstätte.

Man hat ihn nie vergessen

Viele berühmte Werke Feuchtwangers entstanden während der Kriegsjahre. Leider geriet aber auch er nach 1945, wie viele andere der „verbrannten Dichter“ der 20er Jahren, in Vergessenheit. Allerdings nicht für immer. In den 80ern wurden die TV-Serien „Geschwister Oppenheim“ und „Exil“ nach Romanvorlagen von 1933 und 1939 produziert. Marta, die Ehefrau des Dichters, verewigte ihre Erinnerungen des gemeinsamen Lebens mit Feuchtwanger außerdem in „Nur eine Frau“. Es wurden Filme über ihn gedreht, Artikeln und Bücher über ihn geschrieben und Feste organisiert. An seinem 100. Jahrestag, im Juli 1984, wurden in München unter dem Motto "Ja, das ganze noch mal!" viele seiner Dramen neu inszeniert, seine Gedichte gelesen und Performances durchgeführt. Eine Schule in Berlin trug lange Zeit seinen Namen. In vielen Buchhandlungen und Bibliotheken ist für seine Romane, darunter „Exil,“ „Erfolg,“ „Goya,“ „Geschwister Oppenheim,“ ein Sonderplatz reserviert. Nein, Lion Feuchtwanger ist nicht und wird nicht in Vergessenheit geraten!

Das „Jud Süß“ Projekt

Viele unvergessliche Romane hat Feuchtwanger während des Krieges und im Exil geschrieben. Bekannt ist vor allem „Jud Süß“ von 1925; ein weltweiter Bestseller, der im Aufbau-Verlag erschien. Er thematisiert das Leben des württembergischen Juden Joseph Süss Oppenheimer, der im Jahr 1738 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Der Roman „Jud Süß“ wurde aber leider missbraucht und im Jahr 1940 von dem Regisseur Veit Harlan im Auftrag von dem damaligen Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels gedreht. Er spiegelte nicht den Roman wider und wurde falsch interpretiert. 1958 gab es schon einen Versuch des Regisseurs Peter Goldbaum den Roman wahrheitsgetreu neu zu verfilmen. Das konnte aber nicht realisiert werden.

„Jud Süß“ soll aber nun doch als werkgetreue Version neu produziert werden. Geplant ist aber zuerst eine Theater-Version des Romans. Falls sich herausstellen sollte, dass der Romanstoff für ein Theaterprojekt ungeeignet ist, käme es zu einer Verfilmung. Übernommen hat das Projekt der Regisseur Dieter Wedel. Nach Angaben von Wedel wird die Theaterinszenierung bei den Nibelungen-Festspielen in Worms voraussichtlich  2010 zu sehen sein. Am 10.08.2008 wird Wedel dort einen ersten Vorgeschmack auf sein neuestes Projekt "Jud Süß" geben.

Ausstellung zum Internationalen Lion Feuchtwanger-Jahr

Pünktlich zum 124. Geburtstag von Lion Feuchtwanger, wird am 07.07.2008 um 11 Uhr eine Ausstellung mit dem Titel: "Es ist nicht leicht, sich in der Historie des eigenen Lebens durchzufinden" eröffnet. Sie findet in der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin, in der Fasanenstraße 88, statt.

Unter dem Motto „Feuchtwanger lesen!“ wird die Ausstellung durch den bekannten Schriftsteller Manfred Flügge eröffnet. Dafür wird dieser aus seinem neuesten Buch "Die vier Leben der Marta Feuchtwanger" eine Lesung geben. Diese Biografie liefert einen neuen Aspekt des privaten Lebens Feuchtwangers. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Aufbau Verlagsgruppe und ist für jeden Interessierten kostenlos zugänglich. Sie dauert bis Ende Dezember diesen Jahres.

von Nigar Cobanoglu                                                               4619 Zeichen

Matrix-Beitrag A9

Kurznachricht (10-Zeiler)

2008 ist Internationales Lion Feuchtwanger-Jahr

Lion Feuchtwanger (1884-1958), der Exilautor aus München, hat am 7. Juli Geburtstag. Seine Bücher wurden 1933 verbrannt, er ist zwangsemigriert und fand in Kalifornien, USA ein neue Heimat. Dort hat er die letzten Jahren seines Lebens in der heute als Künstlerresidenz bekannten Villa Aurora verbracht. Sein im Aufbau-Verlag erschienener Roman "Jud Süß" wurde als antisemitisches Propagandawerk verfilmt und von den Nationalsozialisten missbraucht. Jetzt will der Regisseur Dieter Wedel den Roman wahrheitsgetreu zuerst als Theater-Projekt realisieren und danach eventuell neu verfilmen. Am 10.08.2008 wird er in Worms über sein neuestes Vorhaben reden. Am 07.07.2008 findet die Eröffnung einer Feuchtwanger gewidmeten Ausstellung in der Universitätsbibliothek der TU-Berlin statt. Sie ist im Volkswagen-Haus der Bibliothek (Fasanenstraße 88) bis Ende Dezember 2008 zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.                         

von Nigar Cobanoglu                                                           1020 Zeichen

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