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Veranstaltungskalender zum Internationalen Lion Feuchtwanger-Jahr
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Dana Göschel

Matrix-Beitrag A7

  

Happy Birthday Feuchtwanger!

Der deutsche Erfolgsautor feiert seinen 124. Geburtstag

Am 7. Juli 2008 pünktlich zu seinem 124. Geburtstag läutet die TU Berlin das Internationale Lion Feuchtwanger-Jahr ein. Die Ausstellung zu Leben und Werk des deutschen Schriftstellers eröffnet am 7. Juli 2008 um 11Uhr der Erfolgsautor Manfred Flügge. Unter dem Titel „Es ist nicht leicht, sich in der Historie des eigenen Lebens durchzufinden“ werden neben historischen Briefen, Fotos und Rezensionen Lion Feuchtwangers gezeigt. Der 1884 in München als Sohn jüdischer Fabrikanten geborene Autor schrieb zahlreiche Erfolgsromane. 1925 erschien sein Aufsehen erregender Roman „Jud Süß“. Dieser wurde später von den Nationalsozialisten völlig entstellt und als antisemitischer Film auf die Leinwand gebracht. In seinem Bestseller „Erfolg“ von 1930 setzt sich Lion Feuchtwanger mit den frühen Nazi-Jahren auseinander. Drei Jahre später 1933 zwangsemigrierte der Dichter, dessen Werke von den Nazis öffentlich verbrannt wurden, nach Südfrankreich. Aber nicht nur sein Roman „Erfolg“ auch die beiden anderen Teile seiner „Wartesaal“-Trilogie „Die Geschwister Oppermann“ und „Exil“ fanden beachtliche Resonanz. Feuchtwanger, der nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges aus der Internierung nach Amerika floh, starb am 21. Dezember 1958 in Los Angeles.

www.ub.tu-berlin.de

www.feuchtwanger.de

DG.

Matrix-Beitrag C10

  

Lion Feuchtwanger (7. Juli 1884 bis 21. Dezember 1958): deutscher Erfolgsschriftsteller

Leben

Geboren in München als Sohn jüdischer Fabrikanten löste sich Feuchtwanger früh von seiner Familie, studierte Geschichte, Philosophie, Philologie und Germanistik. Promovierte in Literaturwissenschaften und verdiente sein Geld von nun an als Theaterkritiker, Redaktionsleiter der Münchener Ausgabe der Kulturzeitschrift „Der Spiegel“ und Filmautor. 1912 heiratete Lion Feuchtwanger Marta Loeffler und siedelte 1925 nach Berlin um. 1933 zwangsemigrierten sie nach Südfrankreich. In den 30er Jahren widmete sich Feuchtwanger neben seiner schriftstellerischen Tätigkeiten auch sehr aktiv dem politischen Engagement. Er war davon überzeugt, dass ein Bündnis antifaschistischer Kräfte Hitler Widerstand leisten könne. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er jedoch in ein KZ-Lager gebracht. Auch seine Frau Marta Feuchtwanger sperrte man in ein Lager, aus diesem gelang ihr aber schon nach kurzer Zeit die Flucht. Durch Martas Hilfe konnte Lion Feuchtwanger ebenfalls aus der Internierung entkommen. Schließlich führte ihn sein Weg im September 1940 nach Amerika, dorthin folgte ihm bald auch Marta. Im Dezember 1958 starb Feuchtwanger in Los Angeles. Vom Tag seiner Einreise bis zu seinem Tod wurde Feuchtwanger vom FBI des Kommunismus verdächtigt. Die Feuchtwangers erhielten nie offiziell die amerikanische Staatsbürgerschaft, so dass der Autor sich Zeit seines Lebens nicht traute die Vereinigten Staaten zu verlassen, da er sich der Genehmigung seiner Wiedereinreise nicht sicher sein konnte.

Werke

1925 erschien sein Erfolgsroman Jud Süß“. In diesem schildert Feuchtwanger das Leben des gewandten Finanzmannes Joseph Süß Oppenheim. Dieser versorgt im 18. Jahrhundert als Finanzberater den jungen Prinzen mit Geld. Als der junge Prinz dann Herzog wird, zieht der Berater mit nach Stuttgart, wird Finanzrat, kurbelt die Wirtschaft an und profitiert selber davon. Ein Aufstand vom Volk gegen den Herzog leitet den Fall des Finanzrates ein. Der Herzog stirbt plötzlich und Süß nimmt die Schuld der Vergangenheit auf sich.

1930 publizierte Feuchtwanger seinen nächsten Besteller „Erfolg“. Lion Feuchtwanger entwickelt darin ein Sittengemälde der zwanziger Jahre in Deutschland. Mit Ironie und Spott zeichnet er die erste Phase der Hitlerbewegung. Zentral beschreibt er den fatalen Fall eines Museumsleiters, der aufgrund eines Meineids zu mehrjähriger Haft verurteilt wird. Die Politisierung der Justiz ruft Kritiker auf den Plan, die gleichzeitig als Fürsprecher des Opfers fungieren.

1933 ging Feuchtwanger in die Emigration nach Südfrankreich. Dort schrieb er „Die Geschwister Oppenheim“. Der Roman, der später wieder unter seinem ursprünglichem Titel „Die Geschwister Oppermann“ erschien, schildert das Schicksal einer jüdischen Großfamilie, die in Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus Demütigungen und Misshandlungen erfahren.

Den Romanen „Erfolg“ und „Die Geschwister Oppermann“ folgte 1940 der Roman „Exil“. Sie wurden als Trilogie unter dem Titel „Wartesaal“ veröffentlicht. Die Romane stellen eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland dar.

Weitere Romane:

  • Josephus-Trilogie (1931-1941)
  • Der falsche Nero (1936)
  • Die Brüder Lautensack (1941)
  • Goya (1951)
  • Jefta und seine Tochter (1955-1957)

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Weitere Informationen: ullmann@usc.edu


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